Arbeitswut – alte Scheinwerfer raus, neue rein.

Vielleicht fragt sich der eine oder andere, wieso es trotz Bus vor der Tür offensichtlich immer noch nicht richtig voranzugehen scheint. Ganz einfach – aufgrund deutscher Bürokratie oder, besser gesagt, den mühseligsten und zugleich ersten Schritt der ganzen Story: der deutsche TÜV.

Mäuschen, duck dich!

Im Vorfeld meines Kaufs, habe ich mich sicherlich 1,5 Jahre Jahre damit beschäftigt, herauszufinden, wie und zu welchen Preis man denn so einen US-Schulbus hierzulande zulassen kann. Letztendlich hat sich dem Thema deutschlandweit niemand wirklich gewachsen gefühlt, weder TÜV Süd, TÜV Nord, TÜV Buxtehude oder einer der dutzenden anderen Stellen, die ich im Laufe der Zeit angefragt habe.

In meiner Verteilerliste befanden sich sowohl alle offiziellen TÜV-Stellen als auch, auf US-Umrüstungen spezialisierte, Werkstätten, Importeure oder freie Datenbanken für Abgasgutachten etc.. Im Gesamtkontext schien es so, als ob alle bei »US-Schulbus« und »6,5 L V8 Turbodiesel« schreiend wegrannten und sich hinter der nächsten Ecke versteckt haben 😀 Schlussendlich gab mir allerdings mein Händler, bei dem ich den Bus kaufte, seinen Geheimkontakt, der angeblich in der Lage wäre, mir das Ding zu tüven. Mit viel Optimismus und Vertrauen, kaufte ich den Bus also auf gut Glück. Hinsichtlich der ganzen TÜV-Misere, war es sehr erfreulich, dass mein Objekt der Begierde wenigstens schon einen Partikelfilter verbaut hat, was mir im Nachhinein etwa 2500,- € beim Umbau spart 😉

Aktueller Stand ist der, dass ich bereits Kontakt zu besagter Anlaufstelle aufgenommen und auch bereits ein Angebot des Umbaus plus TÜV-Abnahme und Zulassung bekommen habe. Da dies allerdings ziemlich hoch ausfiel, ich aber keine Wahl habe, ist mein Plan aktuell, die Dinge, die im Rahmen meiner Möglichkeiten liegen, selbst umbauen. Und jetzt zum eigentlichen Thema des Beitrags heute:

Der Austausch der Frontscheinwerfer:

Einige Maßgaben des TÜV’s drehen sich u.a. um diverse kleine Außenumbauten der Elektronik/der Beleuchtung: So z.B. den Einbau von Frontscheinwerfern mit E-Prüfzeichen, das Abklemmen und Abkleben diverser Zusatzlichter oder das Abmontieren des wunderschönen ausfahrbaren Stop-Signals an der Seite des Busses.

Wie Ihr dem Titel des Beitrags unschwer entnehmen könnt, geht es heute um den Tausch der Scheinwerfer. Nachdem ich in mehreren Manuals im Internet lies, dass das ganze in 15 Minuten erledigt sei und alles nach Plug & Play-Devise funktionieren sollte, ging ich guter Dinge an die Arbeit – etwas mehr Recherche über die alten bzw. neuen Scheinwerfer wäre, im Nachhinein betrachtet, nicht schlecht gewesen 😀

Problematik war, dass die Original Head Lights lediglich für Ab- und Aufblendlicht vorgesehen sind. Standlicht sowie Blinker befinden sich zusammen darunter in einer separaten Leuchte. Die Amis haben also gelbes Standlicht und das ist schlichtweg verboten in Deutschland. Die bei ebay ergatterten neuen Scheinwerfer mit besagten E-Prüfzeichen sind vorgesehen für Ab-, Aufblend- sowie Standlicht. Die Herausforderung bestand also darin, das originale Standlicht vom Licht darunter mit an die zusätzliche Birne im Hauptscheinwerfer zu legen und unten n ur den Blinker zu erhalten 😉 So weit klar?^^

Wenn nicht, ist auch nicht schlimm. Unklarer als mir mit zwei linken Handwerkerhänden und gänzlich fehlenden Kfz- und Elektrikwissen, kann es euch gar nicht sein 😀 Fakt ist aber, dass ich es mit einiger tatkräftiger Unterstützung am Ende hinbekommen habe, wenn auch sicherlich ziemlich gepfuscht 😀 Ich bin gespannt, ob das ganze am Ende überhaupt sinnvoll war. Hier noch ein paar Eindrücke von Einbau und dem sonnigen Tag:

Teile mich!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.