Das Gesamtgewicht im Blick behalten

Heute möchte ich euch etwas über das Thema erzählen, von dem ich nie dachte, dass es problematisch werden könnte, zumindest nicht, bis ich es in meinem kleinen heiligen Notizbuch schriftlich analysiert habe – das Gesamtgewicht des umgebauten Vans. Ich weiß zwar nicht genau wieso aber komischerweise ging ich bisher davon aus, dass man die zulässige Gesamtlast sowieso nie erreicht mit einem Umbau. Wahrscheinlich dachte ich an Baustellenfahrzeuge, die bis unter’s Dach vollgepackt sind mit Europaletten voller Betonsäcke 😀

Gewichtskalkulation
erste Aufzeichnungen zum Gewicht

Fakt ist jedenfalls, dass man neben den Kosten auch die Masse des geplanten Umbaus immer im Kopf behalten sollte. Je nach Modell, bleiben neben dem Gewicht des leeren Fahrzeuges noch etwa 1000 Kilo Nutzlast für den Ausbau übrig. Und genau wie die Kosten, ist auch das Gewicht stark abhängig vom Nutzungsgrad und Einsatzzweck deines zukünftiges Campervans. Wie bereits im Artikel Die grobe Kalkulation der Kosten erwähnt, beziehe ich mich auch hierbei wieder auf die drei Van- bzw. Nutzertypen Urlaubscamper, Digitaler Nomade und Motor Home.

Als Urlaubscamper werde ich demzufolge weniger Probleme mit dem Gewicht bekommen wie beispielsweise Typ 3, der dauerhaft und bei jeder Witterung im Motor Home wohnen will. Abhängigkeiten wären hier z.B. die Größe des Frischwassertanks, Waschmaschine oder selbst eine festeingebaute Dusche und Toilette.

Hier meine grobe Auflistung meiner Posten mit geschätztem Gewicht:

Rohbau:

  • Isolation ≈ 15 kg
  • Fenster ≈ 20 kg
  • Boden ≈ 40 kg
  • Unterausbau ≈ 40 kg

 115 kg

Sanitär:

  • Frischwassertank (250 l gefüllt) ≈ 270 kg
  • Abwassertanks ≈ 20 kg
  • Duschwanne ≈ 10 kg
  • Toilette ≈ 8 kg
  • Heizung/Boiler ≈ 15 kg
  • Sanitärinstallation (Pumpen, Rohre, Armaturen, Muffen, Verbindungsstücke, etc.) ≈ 20 kg

 343 kg

Elektro:

  • Solarpanels ≈ 60 kg (20 kg/Panel)
  • Batterien (AGM-Gel-Batterien)  ≈ 130 kg
  • Elektroinstallation (Kabel, Verbindungen, Wandler, Regler, Charger, Zubehör, etc.) ≈ 25 kg

 215 kg

Ausbau:

  • Möbelbau (Küchenschränke, Bänke, Verkleidung, Bettgestell, Beschläge, etc.)  ≈ 160 kg
  • Bettsystem (Hubbett) ≈ 12 kg
  • Matratze ≈ 20 kg
  • Kühlschrank ≈ 20 kg
  • Backofen ≈ 18 kg
  • Kochfelder ≈ 5 kg
  • Einbauspüle ≈ 5 kg
  • Waschmaschine ≈ 12 kg
  • Tv + Halterung ≈ 7 kg
  • Polster (Vorhänge, Kissen, Sitzpolsterung, Bettdecken, etc.) ≈ 10 kg

 269 kg

Rest

  • Personen ≈ 150 kg (75 kg/Person)
  • Stuff (Deko, Klamotten, Küchenutensilien, Besteck, Geschirr, Handtücher, alles mögliche …) ≈ 150 kg

 300 kg

Optional

  • Motorrad ≈ 200 kg

 200 kg

Insgesamt komme ich mit meiner ersten Kalkulation also auf 1242 kg (optional plus 200 kg Motorrad). Sollte meine Wahl letztendlich auf einen Kastenwagen fallen, wäre es wohl am Ende ein Fiat Ducato, der bei mir auf dem Hof steht. Dieser hat laut Datenblatt meines Modells eine Nutzlast von 1365 kg und passt demnach super zusammen mit meiner Kalkulation. Sollte ich mal mit Motorrad verreisen wollen, geht das allerdings nur allein um gerade noch 5 Kilo unter der Grenze zu bleiben 😀 Aber so genau kann man das ja im Vornherein mit einer groben Auflistung sowieso nicht bemessen.

Pappelsperrholz für den Ausbau
ultraleichtes Pappelsperrholz für den Ausbau

Abschließend lässt sich jedenfalls sagen, dass man das Gewicht während der Planung und erst Recht nicht beim Ausbau aus den Augen verlieren sollte denn man kommt schneller ran als gedacht. Aufgrund dieser engen Kalkulation habe ich mir schon öfters gewünscht, noch die ältere Führerscheinklasse zu besitzen, mit der man bis 7,5 t anstatt 3,5 t fahren darf. Meine Schwester, zum Beispiel, ist nur 5 Jahre älter und besitzt noch die alte Klasse. War also’ne knappe Kiste aber so what, lässt sich ja jetzt auch nicht ändern und ohne kleine Herausforderungen wäre es ja auch langweilig 😉

Bis zum nächsten Artikel. Der wird sich sicherlich um die »Transportertage« hier in Chemnitz drehen, eine Messe über Transporter und Nutzfahrzeuge (Wer hätte es gedacht …), welche ich am Wochenende besuche.

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