Erste 3D-Modelle des Innenraums

Nachdem ich im letzten Beitrag einige Tools zur Erstellung von digitalen Skizzen vorgestellt habe, zeige ich euch heute meine ersten Varianten des Innenraums, die ich mit SketchUp erstellt habe.

Wie bereits in vorigen Beiträgen erwähnt, möchte ich nicht auf den momentanen Luxus meiner Wohnung verzichten, sondern ihn sogar noch erhöhen. Ich wohne aktuell noch in einer kleinen aber sehr schönen Maisonette-Wohnung mit Wohnzimmer, Küche, Gäste-WC/Hauswirtschaftsraum unten und Schlafzimmer, Masterbad mit Wanne, Dusche, WC oben. Zudem habe ich noch einen kleinen Vorraum als Eingangsbereich mit Garderobe und Schuhregal sowie einen kleinen Balkon, der zum Innenhof zeigt und auf dem ich locker auch mal nackt rumlaufen kann weil er blickdicht über allen anderen liegt 😉

Was will ich haben im Van?

  • Küche (Kühlschrank, Spüle, Herd, Kochfläche, Stauraum – festeingebaut)
  • Bad (Dusche, Toilette, Waschbecken)
  • Bett (groß und komfortabel)
  • Wohnbereich (Sofa-/Couchecke, TV, Tisch, Stauraum)
  • Essbereich (Tisch, Sitzgelegenheiten für mindestens zwei Personen)
  • Stauraum für Kleidung (momentan hab ich echt massig Klamotten)
  • Stauraum für Equipment (Sportkram wie Surfbrett, Snowboard, Ski, Backpack etc.)
  • Wasserversorgung für etwa 4 Tage ohne Aufzufüllen (Dusche, WC, Spüle, Waschmaschine)
  • autarke Stromversorgung für alle Geräte (Licht, Kühlschrank, Herd, Kochfläche, TV, MacBook, Boxen, Router, Kleingeräte)
  • optional die Möglichkeit, ein Motorrad mitzunehmen

Wie ihr seht, kein einfaches Vorhaben aber durchaus machbar, denk ich (zumindest zum jetzigen Zeitpunkt noch).

Aufgrund der riesigen Anforderungspalette und der geringen Innenraumbreite der meisten Kastenwagen habe ich anfangs noch geplant, einen ganz langen Van auszubauen. Im Laufe der Rechercheentwicklung, hab ich den Innenraum dann aber doch von 4,54 m (Iveco Daily L4) auf 4,07 m (Fiat Ducato L5) einkürzen können, vorallem wegen der Alltagstauglichkeit des Vans im normalen Straßenverkehr (siehe Artikel Die Farhzeugwahl).


Hier also endlich mein erster Innenraumentwurf:

Das interaktive 3D-Modell seht ihr hier oder findet es auch in meinem Warehouse-Profil: Meine SketchUp-Modelle im 3DWarehouse.

Wie sich später herausstellt, war dieser schon sehr nahe an meinen Erwartungen und wird in leicht abgewandelter Weise auch mein Finalentwurf sein. Das Bett in diesem Entwurf hat ein Maß von 1,90 m x 1,20 m, für zwei Personen völlig ausreichend und komfortabel. Es ist zudem mit einer Hubanlage unter die Decke fahrbar um den Platz darunter tagsüber als Wohn-/Sofalandschaft zu nuten.

Den Link zu solch einem Bettlift, direkt für Vans konzipiert, findet Ihr hier: Der Bettlift von Happijac.

Ein sehr interessanter Blog, bei dessen Conversion genau diese Hubanlage zum Einsatz kam ist der Home Sweet Home Blog: Home Sweet Home Blog.

Es gibt allerdings auch noch andere Varianten, so ein fahrbares Bett zu realisieren, hier nur eine Methode davon als kurzes YouTube-Video:

Der riesige Kühlschrank da mitten in der Küche ist eigentlich die Nasszelle mit Dusche und WC 😀 Und zweigeteilt ist die Tür aus einem einfachem praktischen Grund.

Das Konzept dazu findet Ihr hier zum reinschauen (mal bis etwa Minute 1:30 spulen):

Es hat den einfachen aber cleveren Sinn, in einer kleinen Duschkabine mehr Platz für den Oberkörper zu schaffen, indem man die obere Tür beim duschen öffnet, ein kleines Metallgestell an der Decke ausklappt und somit den Duschvorhang nach außen drückt. Weiterer unschlagbarer Vorteil ist, dass einem der Duschvorhang nicht dauernd am Körper klebt.

Des Weiteren ist in diesem Modell auch schon mein super Schienensystem am Boden des Vans verbaut (natürlich rein konzeptionell). Was man damit alles so anstellen kann, erzähle ich aber nochmal etwas ausführlicher beim finalen Konzept ein. Seid gespannt 😉


Zum zweiten Entwurf:

Dieser Entwurf ist ein komplett anderer Ansatz und beruht auf einigen professionellen WoMo-Ausbauten, auf die ich im Laufe meiner Recherche gestoßen bin. Verbaut wäre hier ein festeingebautes Hochbett, unter dem sich eine Motorradgarage befindet. Wie auch bei Entwurf Nummer 1 sind die Sitze der Fahrerkabine mittels einer Drehkonsole drehbar um den Wohnbereich damit zu ergänzen. Bekannt ist diese Methode aus vielen professionellen Wohnmobilen, die man so auf dem Markt sieht.

Auch hier wieder das interaktive 3D-Modell:

Mir persönlich hat dieser Entwurf nie wirklich zugesagt weil er mir einfach zu beengend vorkam und nicht effektiv genug, z.B. weil die Motorradgarage vollkommen verschenkter Platz wäre, sollte man mal ohne Motorrad unterwegs sein. Auch wusste ich nicht so recht, wie ich Dusche und Toilette am besten in diesem Modell konzipiere da ich gern einen Durchgang von hinten in den Wohnraum gehabt hätte. Alles in allem war mir dieses Layout nicht offen offen genug.


dritter Entwurf:

Das dritte Layout basiert auf einem vorhandenen Modell, welches ich im 3D Warehouse gefunden habe und welches mir sehr gut gefallen hat. Die Option, ein Motorrad mitzunehmen, entfällt hier allerdings komplett. Dafür hat man etwas mehr Stauraum zur Verfügung.

Die Basis des Modells ist diese hier: interior layout plan

Etwas abgewandelt habe ich die Essecke weil ich finde, dass in der großen Sitzecke hinten genug Platz dafür wäre und es eher an Stauraum mangelt, also habe ich kurzerhand einen kleinen Arbeitsplatz mit großen Kleiderschrank daraus gemacht. Im Grunde ist es aber bei der gleichen Raumaufteilung geblieben:

3D-Modell:

Vorteil bei diesem Entwurf (oder auch Platzverschwendung :D) ist der große Sanitärbereich mit separater Dusch- und Toilettenkabine und die wohnliche Sitzecke. Nachteile, meiner Meinung nach, dass man eben diese Sitzecke täglich erst zum Bett umbauen müsste um zu schlafen, die fehlende Motorradgarage und der fehlende Durchgang zur Fahrerkabine. Natürlich ist diese Betrachtung sehr subjektiv und auf meine eigenen Ansprüche ausgelegt, sicherlich ist auch dieses Layout für andere Camper genau das richtige 😉

Soviel erstmal zu meinen verschiedenen Layouts, von denen ich bisher mit keinem voll zufrieden bin (man müsste wissen, dass ich ein echter Perfektionist bin ;)).

Im nächsten Artikel stelle ich euch dann meinen Favoriten vor, der mir bei der weiteren Planung als finales Layout dienen soll.

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