Moodboard – Die Stimmung des Innenraums

Zwar hatte ich im letzten Beitrag angekündigt, heute über die Transporter-Messe in Chemnitz zu berichten, die ich und mein Kollege am Wochenende besucht haben, aber die war einfach zu unspektakulär um darüber zu erzählen. Ich behellige euch dann lieber mit meinem ersten Moodboard des Vans. Für diejenigen unter euch, die mit mit Begriff »Moodboard« nichts anzufangen wissen: Ein Moodboard ist eine erste Visualisierung der Stimmung, die durch Materialen, Farben, Stile etc. erzeugt wird. Moodboards legt man u.a. für Werbekampagnen, Inneneinrichtungen oder Website-Projekte an um dem Kunden oder einem selbst einen ersten Eindruck der Stimmung zu vermitteln.

In meinem Van stellte ich mir von Anfang an eine schlichte Gestaltung vor, welche gleichzeitig gemütlich, warm und dennoch männlich sein sollte. Die meisten Conversions verfolgen eine sehr helle Innenraumgestaltung, was durchaus naheliegend ist auf dem begrenzten Platz, um genau diesen so groß wie möglich wirken zu lassen. Mein Van soll allerdings eher wie ein durchgestyltes Herrenzimmer sein und ein Herrenzimmer wird in meiner Vorstellung dominiert von dunklen Farben wie schwarz oder braun und ebenso dunklem Holz.

Da mir im Laufe meiner Planung allerdings doch oft der Gedanke kam, dass ein Design mit dunkle Farben bei einem sowieso schon kleinen Raum eigentlich das Dümmste ist, was man tun kann, habe ich versucht, einen Kompromiss zu finden, der dennoch mich verkörpert und in dem ich mich genauso wohl fühle. Der Kompromiss wäre in diesem Fall, einfach mehr helle Materialien und Farben zu verwenden als angedacht. So z.B. hätte ich nun gern ein sehr helles Holz für Boden, Seitenverkleidung und Arbeitsplatten im Van anstatt dunkles, wie anfänglich geplant, zudem sind helle Fliesen in Küche und Bad sowie helle Polster im Wohnbereich geplant. In Kombination mit den weiterhin dunkel gehaltenen Möbeln ergibt dies einen schönen Kontrast, den ich mittlerweile sehr mag. Der eigentliche Fokus sollte allerdings immer auf den Details liegen: Knöpfe, Beschläge, Armaturen, saubere Kanten/Abschlüsse, Leisten, Schienen etc.. Ich hoffe wirklich, dass der Umbau später größtenteils so klappt, wie ich es mir vorstelle und ich eben nicht an genau diesen Details versagen werde – Ich erwähnte bereits, dass ich sehr perfektionistisch bin oder? 😉

Hier nochmal eine kurze textliche Übersicht meines Moodboards:

  • Möbelfronten/-seiten in anthrazit
  • Boden, Seiten, Decke und Arbeitsplatten in hellem Holz
  • Wandfliesen in Küche und Bad in weiß
  • Bodenfliesen im Bad in anthrazit (eventuell Schiefer)
  • Armaturen klassisch modern matt
  • Duschwanne und Einbauspüle in anthrazit oder weiß schlicht
  • Teppiche zum Wohlfühlen in hellem Beige
  • Polster in hellem grau
  • Elektrogeräte möglichst einheitlich und in schlichter Metalloptik (matt, gebürstet)
  • viel warmes indirektes Licht durch LED-Leisten
  • hellbraunes Wildleder als Griffe für Schränke und Schubladen und eventuell zum Auskleiden von Innenschränken (z.B. diese Lederschlaufen für Möbel oder diese hier)
  • Designelemente im Retro-Look (z.B. Schalter, Dimmer, Lampen im Stil alter Musikverstärker)

Im Idealfall sollte es eine Kombination aus schlichtem stilsicheren Design und technischem Spielereien (Ich liebe sowas ;)) sein. Was mir allerdings Kopfschmerzen bereitet, ist das Gewicht des ganzen Schnickschnacks (den Beitrag zum Gewicht gibt’s hier:  Das Gesamtgewicht im Blick behalten). Sicherlich wird der ein oder andere jetzt sagen, dass Fliesen in Bad und Küche schon ein großes Gewicht mit sich bringen und sicher eingespart werden können – Richtig, Fliesen schon, die Optik allerdings nicht 😉 Es gibt mittlerweile täuschend echte Fliesen-Imitate, die sich hervorragend für einen solchen Umbau eignen weil sie super leicht und dennoch zum verwechseln ähnlich sind. Leider finde ich den Link zu den weißen Metro-Fliesen-Imitat nicht mehr, ergänze ihn aber gern später wenn ich ihn wiederfinden sollte.

Aber jetzt  einfach mein Moodboard:

Moodboard
das erste Moodboard des Vans

Die oben erwähnten Retro-Details, die ihr auf dem Board seht (Lampen, Dimmer, Schalter) sind von einem wunderschönen Designstudio und -shop, auf den ich die letzten Jahre immer mal wieder gestoßen bin. Und ja, er ist auch nicht gerade günstig aber vielleicht sind ein paar Bedienelemente trotzdem im Budget 😉 Eine günstigere Alternative habe ich bisher noch nicht dazu gefunden.

Das Label ist Buster+Punch und ist unter folgendem Link zu finden:

https://www.busterandpunch.com/

Was gibt’s noch zu sagen? Die runden Bullaugenfenster habe ich bereits bei einer anderen Conversion (homesweetvan.com) entdeckt und fand sie super schön. Ob sie auch bei meinem Van zum Einsatz kommen, weiß ich noch nicht genau.

Bullaugen
Bullaugen am Van von homesweetvan.com

Die Musikbox, die ihr oben im Moodboard seht, ist übrigens das einzige Teil, was ich schon jetzt habe und meinem späteren Van zusteuern könnte, sollte ich sie nutzen wollen 😉 Es handelt sich um eine Harman Kardon ONYX Studio. Ich nutze diese bisher noch als Bluetooth-Lautsprecher in meiner Wohnung und war von Anfang an sehr begeistert von Klang und Design. Mal schauen, ob sie mit in den Van kommt, des Design passt jedenfalls 😉 Des Weiteren erwähnte ich ja bereits oben, dass ich total auf technische Spielereien stehe, dazu würde beispielsweise eine Sprachsteuerung im Van gehören, z.b. mit Amazon Echo, dem Voice System von Amazon.

Das war’s erstmal. Bis zum nächsten Beitrag.

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