01 – Die Vorbereitung

Das war echt eine lange Zeit seit dem letzten Beitrag. Ich hoffe, ihr könnt mir verzeihen und seid gespannt auf die Neuigkeiten beim Ausbau meines Schulbusses.

Da es viel Bürokratisches zu klären galt bevor ich nun endlich mit dem Ausbau starten konnte, ging fast ein ganzes Jahr nichts wirklich voran. Nachdem allerdings mein imaginärer Startschuss ertönte, legte ich also los mit den Vorbereitungen zum eigentlichen Ausbau. Zu den Vorbereitungen zähle ich das Ausbauen der Sitzbänke, das Herausreißen der Innenraumverkleidung, das Lahmlegen/ Abmontieren der fetten Klimaanlage inklusive deren Schläuche und Einzelkomponenten sowie Löcher dichten, Lecks stopfen, Rost behandeln etc..

Wer den Blog schon ein wenig verfolgt, hat sicher bemerkt, dass ich das Abmontieren der Sitze bereits vor ziemlich genau einem Jahr aus reiner Arbeitswut erledigt habe 😀 Allerdings war das auch wirklich das Einfachste bei sämtlichen Vorbereitungen.

Aber nun von vorn:

Sitze waren also schon abmontiert, lagen allerdings noch gestapelt im Bus rum. Der erste Schritt bestand somit darin, den Bus auszuräumen um sich später an der Innenverkleidung auszutoben. Gesagt getan, alle Sitze aus dem Bus geschmissen und ausgesehen hat das im Zeitraffer wie folgt:

Ordnungsgemäß gestapelt und verpackt, konnte es danach auch schleunigst weitergehen mit den wichtigeren Dingen 😀

Man hatte erstmals einen Eindruck von den Möglichkeiten, ein Raumgefühl. Dadurch motiviert ging es mit tatkräftiger Unterstützung meiner Family direkt weiter mit dem Entfernen der Innenverkleidung, angefangen bei der Decke über die Seitenverkleidung bis hin zum Fußboden, der sich als sehr überraschend herausstellte aber dazu gleich mehr.

»The American way of NIETING« oder »All you NIET is love«

Was mir bisher nicht bewusst war, war der immense Aufwand, die unzähligen Nieten zu lösen. Sowohl zeitlich als auch körperlich habe ich dieses  Mini-Unterfangen des gesamten Großen wirklich unterschätzt. Und das sollte nicht das letzte Mal bleiben 😀  Aber eins nach dem anderen. Nach diversen Versuchen mit Winkelschleifer, Bohrmaschine und Körner, erwies sich die rabiateste aller Varianten, nämlich mit Hammer und Meisel,  als die beste. Gerade über Kopf ging dieses Prozedere allerdings auch  ganz schön in die Arme. Um einen kleinen Eindruck zu bekommen, hier ein paar Bilder dieser Phase:

Das ganze Flexen war meiner Mom dann übrigens doch ein wenig ungeheuer. Aus Angst um ihr Haar suchte sie vergebens Deckung vorm Funkenflug im Bus 😉

Aber wie ihr seht, ist bis hier schon das Gröbste geschafft: Sitze draußen, Decken- sowie Seitenverkleidung weg, Gummibelag rausgerissen (der übrigens echt bombenfest und vollflächig verklebt war :D)

Wellenreiten:

Das eigentliche Ziel war immer, den Bus vorm Ausbau komplett nackisch zu machen. So stand für mich also fest, dass der Holzfußboden, der ohnehin nicht mehr in bester Verfassung war, auch weichen müsste. Nachdem alle Schrauben wohl- oder eben nichtwohlwollend irgendwie entfernt waren, rissen wir demnach die maroden Sperrholzplatten heraus  und… ja…ähm…und… waren vom darunter liegenden Anblick geschockt – Jedenfalls ich war es, aber immerhin ist es auch mein Bus 😀 Ich hatte beim besten Willen kein Wellblech als unterste Basis  am Chassis erwartet.

unbehandeltes Wellblech unter ursprünglichem Holzboden

Was ich viel eher erwartete, war ein ebenes und stabiles Stahlblech mit dem man ordentlich arbeiten konnte,  welches man mit Rostschutz und Lack behandeln konnte, um dann mit dem Innenausbau starten zu können. Da das auch das Einzige war, was ich monatelang in unzähligen Inspirationen, Recherchen und Blogs je sah, war ich direkt leicht überfordert mit dieser Situation 😀 Aber gut, so war es nunmal und es musste eine Lösung her. Nach diversen Überlegungen von Epoxidharz bis hin zum Rausreißen des Wellblechs und neues ebenes Blech anschweißen, landete ich schließlich wieder bei der Variante, die es vorher ohnehin schon hatte, um einen geraden Boden für den Aufbau zu bekommen – einfach wieder Holz drauf 😀 – nur eben gutes neues (Man muss ja immer das positive sehen^^).

Hier einmal die ganze Quälerei noch zusammengefasst in einer winzigen Minute um einene ganzheitliches Überblick zu bekommen:

Vorher galt es jedoch, die etlichen Löcher im Blech abzudichten und letztendlich eine gute Basis für eben dieses Holz zu schaffen. Nachdem wir erstmal alles ordentlich saubergemacht haben, flexten wir an allen Löchern den Grat ab, überklebten diese großzügig mit Aluklebeband (https://amzn.to/2LyIsfx) und strichen zu guter Letzt alles mit einem Bitumenanstrich ähnlich Teer (https://amzn.to/2Vy01RC) um auch wirklich alles dicht zu bekommen. Sicher ist das nicht der konventionellste Weg und auch ich war skeptisch aber bin im Nachhinein super zufrieden damit. Hier ein Vorher-Nachher-Vergleich:

Endlich eine Basis.

Als Holzfußboden habe ich mich dann im Baumarkt letztendlich für 12mm-starke OSB-Verlegeplatten mit Nut und Feder entschieden, einerseits weil es die stabilste Variante und gleichzeitig die günstigste war. Und mal ehrlich, wann hat man im Leben schon mal diese Kombi? 😀 Verschraubt habe ich diese mit Trockenbauschrauben mit eigenen Bohrkopf (https://amzn.to/306hE9y), um ins Wellblech zu kommen ohne vorzubohren. Nun aber erstmal genug gequatscht. Hier das Ergebnis des Bodens und damit endlich die Basis mit der man ordentlich weiterarbeiten kann.

Weiterarbeiten bedeutet in diesem Falle konkret, den gesamten Innenraum ordentlich zu dämmen. Wer gerade genau hingesehen hat bei den Bildern vom Boden, dem ist vielleicht aufgefallen, dass dort bereits etwas von der Dämmung gespoilert wurde, da konnte es wohl jemand nicht abwarten beim Ausbau 😉 Näheres dazu aber dann im nächsten Artikel.

Zu guter letzt fasse ich euch hier nochmal die Produkte/Links zusammen, die ich in dieser Phase verwendet habe.

Ich hoffe, euch haben die Neuigkeiten gefallen und ihr seid mindestens genauso gespannt wie ich, wie es am Bus weitergeht. In diesem Sinne: Stay tuned und bis bald!

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